Zartes Beef Brisket, würziges Räucheraroma und die perfekte Sauce – entdecken Sie das Geheimnis hinter dem berühmtesten Sandwich der Welt und wie Sie es selbst zubereiten.

Das Pastrami Sandwich gehört zu den bekanntesten Streetfood-Klassikern aus New York. Der Kern ist immer gleich: eine große Portion würzig gepökeltes Rindfleisch, aufgeschichtet auf kräftigem Brot, kombiniert mit Senf oder cremigem Dressing und sauer eingelegtem Gemüse. Diese Mischung aus zartem, warmem Fleisch und säuerlich-würzigen Beilagen ist das, was ein Deli-Sandwich ausmacht. In den New Yorker Delis gilt es als König der Stullen, weil hier das Fleisch klar im Mittelpunkt steht und die restlichen Zutaten es nur unterstützen. Wer ein authentisches Pastrami Sandwich zu Hause zubereiten will, braucht keine Spezialausrüstung, sondern vor allem gutes Rind Pastrami und die richtige Kombination der Zutaten.
Was ist ein klassisches Pastrami Sandwich?

Ein klassisches Pastrami Sandwich besteht aus vier Grundkomponenten: gepökeltem und geräuchertem Pastrami, Roggenbrot, Senf und Gewürzgurken. Das unterscheidet es deutlich von einem einfachen Schinkenbrot. Beim Schinkenbrot liegt eine dünne Scheibe Wurst auf dem Brot, beim Pastrami Sandwich türmt sich das warme Fleisch so hoch, dass es mehr als die Hälfte des gesamten Belags ausmacht. Der Kontrast zwischen dem würzigen Fleisch und der Säure der Gurken sowie der Schärfe des Senfs ist das prägende Geschmacksmerkmal.
Seinen Ursprung hat das Sandwich in den jüdischen Delis in New York. Einwanderer aus Osteuropa brachten die Technik des Pökelns und Räucherns mit, um Rindfleisch haltbar zu machen. Aus dieser Tradition entstand das Pastrami, wie wir es heute kennen. Ein bekanntes Beispiel ist Katz’s Delicatessen an der Lower East Side, das seit 1888 besteht und das Pastrami Sandwich zu einem festen Bestandteil der New Yorker Esskultur gemacht hat. Dort wird das Fleisch nach wie vor per Hand aufgeschnitten und heiß serviert.
Die richtigen Zutaten für authentischen Genuss
Für ein Sandwich im New York Style brauchst du überschaubare, aber hochwertige Zutaten. Entscheidend ist die Qualität des Fleisches und das Zusammenspiel von Brot, Käse und Beilagen. Für ein Sandwich für zwei Personen benötigst du:
- Kräftiges Roggenbrot, Roggenmischbrot oder ein kräftiges Sourdough (Sauerteigbrot), jeweils zwei Scheiben pro Sandwich
- Etwa 200 bis 250 Gramm dünn geschnittenes Rind Pastrami
- Schweizer Käse wie Emmentaler oder alternativ Appenzeller, zwei bis drei Scheiben
- Gewürzgurken oder Cornichons, in Scheiben geschnitten
- Mittelscharfer oder körniger Senf
- Optional: Dressing für zusätzliche Cremigkeit
- Optional: Cole Slaw oder Sauerkraut als säuerliche Beilage
Wichtig ist die Menge des Fleisches. Ein gutes Pastrami Sandwich lebt von einer großzügigen Fleischschicht. Sparst du hier, wirkt das Sandwich flach und trocken.
Welches Brot wird traditionell für ein Pastrami Sandwich verwendet?
Traditionell kommt kräftiges Roggenbrot oder Roggenmischbrot zum Einsatz. Der herzhafte, leicht säuerliche Geschmack des Roggens passt gut zum würzigen Fleisch und hält der saftigen Füllung stand. Wenn du es lieber knuspriger und milder magst, kannst du auch zu einem Baguette greifen. Für den authentischen New York Style bleibt Roggenbrot aber die erste Wahl. Ein praktischer Tipp: Röste die Brotscheiben kurz in etwas Butter an. Das gibt zusätzliches Aroma und macht das Brot stabiler, sodass es die Feuchtigkeit von Fleisch und Sauce besser aufnimmt.
Welcher Käse passt am besten zu Pastrami?
Zum würzigen Pastrami passen milde bis mittelkräftige Käsesorten. Emmentaler ist der Klassiker, weil er das Fleisch ergänzt, ohne es zu überdecken. Wer es intensiver mag, greift zu Appenzeller. Cheddar ist eine weitere gute Option mit kräftigerem Geschmack. Wenn du das Sandwich überbacken oder in der Pfanne warm machen willst, achte auf Sorten mit gutem Schmelzverhalten. Emmentaler und Cheddar schmelzen gleichmäßig und legen sich cremig über das Fleisch.
Saucen und Senf: Die richtige Würze
Die Sauce entscheidet über den Charakter des Sandwiches. Beim Senf hast du je nach gewünschter Schärfe verschiedene Möglichkeiten. Wenn du es mild und leicht körnig magst, nimm einen groben Senf. Wenn du mehr Schärfe suchst, passt ein mittelscharfer Senf oder ein Dijon-Senf besser. Der Senf bringt die Säure und Schärfe, die das fette, würzige Fleisch ausbalanciert.
Neben Senf ist Russian Dressing ein klassischer Begleiter. Diese cremige Sauce macht das Sandwich runder und milder. Wenn du sowohl Schärfe als auch Cremigkeit willst, kombiniere Senf auf der einen und Dressing auf der anderen Brotscheibe.
Ein Russian Dressing kannst du schnell selbst anrühren. Vermische drei Esslöffel Mayonnaise, einen Esslöffel Ketchup, einen Teelöffel Meerrettich und eine Prise Paprikapulver. Wer eine mildere Alternative bevorzugt, verrührt Frischkäse mit etwas Senf und einer Prise Salz zu einer streichfähigen Sauce. Beide Varianten lassen sich in wenigen Minuten zubereiten.
Schritt für Schritt zum New York Pastrami Sandwich

Mit der richtigen Reihenfolge gelingt ein gleichmäßig geschichtetes Sandwich, bei dem alle Aromen zusammenkommen. Gehe dabei so vor:
- Schneide das Pastrami hauchdünn auf. Am besten gelingt das mit einem scharfen Messer gegen die Faser. Kurzes Anfrieren des Fleisches erleichtert das dünne Schneiden.
- Röste die Roggenbrotscheiben in etwas Butter an, bis sie leicht goldbraun sind.
- Bestreiche die eine Brotscheibe mit Senf, die andere mit Russian Dressing.
- Erwärme das Pastrami kurz in einer Pfanne oder über Dampf, damit es warm und zart auf das Brot kommt.
- Schichte das Fleisch großzügig auf. Es sollte mindestens die Hälfte des Belags ausmachen.
- Lege den Käse auf das warme Fleisch, damit er leicht anschmilzt.
- Gib die Gewürzgurken und nach Wunsch Cole Slaw oder Sauerkraut dazu.
- Setze die zweite Brotscheibe auf, drücke das Sandwich leicht an und schneide es diagonal durch.
Der wichtigste Schritt ist das dünne Aufschneiden gegen die Faser. So bleibt das Fleisch zart und lässt sich leicht kauen, statt zäh am Stück im Sandwich zu liegen.
Häufige Fragen zum Pastrami Sandwich
Welches Fleisch wird für Pastrami verwendet?
Traditionell wird das Bruststück, auch Brisket genannt, vom Rind verwendet. Der hohe Fettanteil sorgt beim langen Garen für Saftigkeit. Als Alternative kommt manchmal Tafelspitz zum Einsatz, doch das klassische Rind Pastrami stammt aus der Rinderbrust.
Warum ist Pastrami so teuer?
Der Preis ergibt sich aus dem aufwendigen Herstellungsprozess. Das Fleisch wird mehrere Tage gepökelt, anschließend gewässert, gewürzt, geräuchert und über viele Stunden gegart. Diese lange Verarbeitung und der Gewichtsverlust beim Garen erklären den vergleichsweise hohen Preis.
Ist Pastrami dasselbe wie Brisket?
Nein. Brisket bezeichnet das Teilstück, also die Rinderbrust. Pastrami ist die Zubereitungsmethode, bei der dieses Fleisch gepökelt, gewürzt, geräuchert und gegart wird. Brisket dient also oft als Ausgangsmaterial für Pastrami, ist aber nicht identisch damit.
Warum ist Pastrami rötlich gefärbt?
Die rötliche Farbe entsteht durch das Pökeln mit Nitritpökelsalz. Das Nitrit reagiert mit dem Muskelfarbstoff Myoglobin und erhält so die rote Farbe auch nach dem Garen. Gleichzeitig trägt das Pökelsalz zur Konservierung des Fleisches bei.
Wie schneidet man Pastrami ohne Maschine dünn auf?
Friere das Fleisch kurz an, sodass es fester wird, aber nicht durchgefroren ist. Nutze dann ein sehr scharfes Tranchiermesser und schneide gegen die Faser. So bekommst du auch von Hand gleichmäßig dünne Scheiben, die zart bleiben.
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