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Einlagen mehr als verdoppelt – Bürger-Energiegenossenschaft auf Erfolgskurs

Von Helmut Amschler

Grafenwöhr. Die Generalversammlung der Bürger-Energiegenossenschaft West eG in der Grafenwöhrer Stadthalle war mit 160 Anwesenden hervorragend besucht. Einstimmig wurde das hervorragende Jahresergebnis 2011 beschlossen und die Vorstandschaft sowie der Aufsichtsrat entlastet. In den nur zweieinhalb Jahren ihres Bestehens hat die Genossenschaft ihre Mitgliederzahl zwischenzeitlich mehr als verdreizehnfacht. Mit 856 Mitgliedern und rund 7,3 Millionen Euro an Einlagen stehen die Energie-Genossen beispielhaft da.

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Auf Grund des üppigen Sonnenjahres 2011 konnte an die Mitglieder eine Dividende von 3,8 % zuzüglich 0,5 % „Sonnenbonus“ ausbezahlt werden. Geld der Bürger, das in der Region investiert worden ist und dessen Erträge auch hier bleiben.

Unser Bild zeigt die Inbetriebnahme des Solarparks „Barbaraberg II“ am 25. November 2011. Dieses Sonnenkraftwerk mit 2.100 Kilowatt peak Leistung speist regenerativ erzeugten Strom für rund 500 Haushalte in das Versorgungsnetz ein. Eine „Luftaufnahme“ zeigt das Erweiterungsfeld am Einweihungstag.

Unser Bild zeigt die Inbetriebnahme des Solarparks „Barbaraberg II“ am 25. November 2011. Dieses Sonnenkraftwerk mit 2.100 Kilowatt peak Leistung speist regenerativ erzeugten Strom für rund 500 Haushalte in das Versorgungsnetz ein. Eine „Luftaufnahme“ zeigt das Erweiterungsfeld am Einweihungstag.

Die Einlagen sind in Photovoltaikprojekte der NEW-Neue Energien West eG investiert worden. Diese interkommunale Genossenschaft hat im dritten Jahr ihres Bestehens zwischenzeitlich rund 14,5 Millionen Euro in insgesamt 16 Photovoltaik-Anlagen und Solarparks investiert.

Das Jahr 2012 wird ganz im Zeichen der Windkraft stehen, versicherte NEW-Vorstandsmitglied Bürgermeister Wolfgang Haberberger aus Neustadt am Kulm in seinem Vortrag den Anwesenden. Er verdeutlichte auch die guten Erträge der Investitionen in erneuerbare Energien, die es beiden Genossenschaften mittelfristig ermöglichen werden, die Bürgerinnen und Bürger in der Region mit emissionsfrei erzeugten Strom zu versorgen. Wichtig sei, dass diese Anlagen in kommunalen Händen blieben.

Neuwahlen zügig durchgeführt
Bürgermeister Helmuth Wächter aus Grafenwöhr leitete die turnusgemäß anstehenden Neuwahlen des Aufsichtsrats in gewohnt souveräner Manier. Dem achtköpfigen Kontrollgremium gehören in der Wahlperiode 2012 bis 2014 an:

Udo Greim, Grafenwöhr, Johann Mayer, Speinshart, Willi Rauch, Eschenbach, Georg Miedel, Neustadt am Kulm, Walter Schäffler, Schwarzenbach, Kurt Neumann, Grafenwöhr, Werner Walberer, Pressath und (neu) Harald Wagner aus Neustadt am Kulm.

NEW eG investiert kräftig weiter
Trotz der Kürzungen der Einspeisevergütung für Solarstrom, die zu Unrecht „Subvention“ genannt werden, kündigte die NEW G an, auch im Jahr 2012 weiterhin kräftig zu investieren, und die ihr anvertrauten Gelder sinnvoll, wirtschaftlich und ertragsstark zum Ausbau der erneuerbaren Energien in unserem strukturschwachen, ländlichen Raum einzusetzen. Nur wenn die Wertschöpfung und die Erträge in unserer Region verbleiben, haben wir eine Chance, die Energiewende auch wirklich zu schaffen. Offshore-Windparks im Meer und Desertec-Projekte in der Wüste nutzen nur dem Großkapital und schaffen wieder Abhängigkeiten – auch bei erneuerbaren Energien, denn der Strom aus diesen Projekten muss über neu zu bauende Stromtrassen zu uns transportiert werden. Das sind die wirklichen Kosten des Netzausbaues, die wieder auf die Bürger überwälzt werden. Nicht die Kleinanlagen verursachen diese horrenden Kosten, sondern die industriellen Großanlagen. Kleine und mittlere, dezentrale Erzeugungsanlagen im ländlichen Raum sind eine wirkungsvolle Maßnahme, die eigene Energiezukunft zu gestalten, und diese neuen Abhängigkeiten zu beenden.

Der Stromkunde bezahlt bereits heute für die Entlastung der Schwerindustrie einen Betrag von 0,105 Cent pro Kilowattstunde auf seiner Stromrechnung. Weiter muss für die Stromlieferung an Großkunden keine Konzessionsabgabe bezahlt werden; auch von der Zahlung eines Netzentgelts sind ist dieser Kundenkreis befreit. Diese Kosten werden vielmehr auf alle Stromkunden umgelegt, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu gefährden.

Die völlig überraschende und überproportional hohe Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom durch den Umweltminister am 23. Februar 2012 war ein „schwarzer Tag“ für die zukünftige Nutzung der Sonnenenergie, denn damit wurde die Rentabilität der neu geplanten Photovoltaikanlagen mit einem Schlag über den Haufen geworfen. Dies wird zu einem erheblichen Verlust von Arbeitsplätzen führen und der Technologievorsprung, den Deutschland auf diesem Felde innehatte, wird verloren gehen.

Bürger-eG bietet zahlreiche Leistungen
Für ihre Mitglieder bietet die Bürger-Energiegenossenschaft West eG zahlreiche Leistungen zu Vorteilspreisen an.

Wie Energieberater Richard Plößner und Jochen Fischer aus Eschenbach, die Firma Solar Easy Clean aus Grafenwöhr und die Firma ENERGENT aus Bayreuth den Zuhörern versicherten, erhielten die Mitglieder der Bürger-Energiegenossenschaft West eG auf deren Leistungen Rabatte. Einzelheiten werden in der Geschäftsstelle in Grafenwöhr, 09641/024050 genannt.

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Vorsitzender Willi Rauch appellierte zum Schluss seiner Ausführungen an die Anwesenden, kräftig für Neumitglieder zu werben, damit das Ziel, die Unabhängigkeit bis zum Jahr 2030 auch verwirklicht werden könne.

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