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Nehmt Euch in Acht! Die Halloween-Saison ist da!

Gespenstisch dekorierte Vorgärten zu Halloween in der amerikanischen Wohnsiedlung am Netzaberg bei Eschenbach am Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Bild: Diana Swieda

Bericht & Bilder von Diana Swieda

Grafenwöhr/Netzaberg. Die Herbstzeit ist gekommen, die Tage werden kürzer und die Nächte kälter. Die Bauern bereiten ihre Felder für die kommende Winterzeit vor und bei meinem Mann und mir laufen die Vorbereitungen für unseren Lieblings-„Feiertag“ auf vollen Touren: Halloween, steht kurz vor der Tür. Am 31. Oktober ist es wieder so weit!

Während wir in unserem Keller zwischen einem Sarg aus Karton, anatomischen Skeletten und mehreren Kisten voller Dekorationsartikel wie pelzige Spinnen, Jack O’Lanterns in verschiedenen Größen und Formen, gespenstisch aussehende Figuren und viele andere gruselige Dinge, die kleinen Kindern und Erwachsenen gleichermaßen eine Gänsehaut bescheren würden, stehen, diskutieren wir darüber wie alles begann …

Aber warum feiern Amerikaner Helloween Deko“>Halloween? Worum geht es?

Halloween ist voller Traditionen und Geschichte
Vor 2000 Jahren feierten die Kelten Samhain (“Sa-wan”), das keltische Neujahrsfest, am letzten Tag des Oktobers. Samhain war der Name des Gottes des Todes und an diesem Tag ließ er die toten Seelen, in ihre alten Häuser zurückkehren, um die Lebenden zu besuchen. Natürlich waren die Kelten zu diesem Anlass voller Angst und versammelten sich auf einem Feld, umgeben von Lagerfeuern und trugen gruselige Bekleidung, um die bösen Geister fern zu halten, die ebenso die Nacht durchstreifen könnten.

Rund 800 n. Chr. wurde die keltische Religion durch das Christentum ersetzt. Die christliche Kirche erklärte den 1. November zu Allerheiligen oder „All Hollows Day“, um die bekannten und unbekannten Heiligen zu ehren. Aber noch immer griffen die Leute auf ihre alten Bräuche aus Samhain-Ritualen zurück und so wurde der Abend vor Allerheiligen, der 31. Oktober auch bekannt als“ All Hallows Eve“.
Schließlich ging der Glauben der Menschen an das Übernatürliche verloren, der „All Hollows Day“ wurde zu Halloween und irische Einwanderer brachten dieHalloween Traditionen nach Amerika.

„Trick or Treat”
Obwohl „Trick or Treat“ als eine amerikanische Tradition bekannt ist, liegt die Herkunft in Europa. Am 2. November, an “All Souls Day” (Allerseelen), gingen im 10. Jahrhundert arme Christen in Kostümen oder in vermummter Kleidung von Haus zu Haus, um nach “Soul Cakes” (Seelenkuchen) zu fragen. Die Seelenkuchen waren kleine Gewürzkuchen mit Johannisbeeren, in Gedenken an die Toten. Im Gegenzug boten sie Gebete für die toten Seelen an. Die Kuchensammler verkleideten sich dabei, nicht nur um die Toten zu ehren, sondern auch um böse Geister fern zu halten, weil ein Geist nie seinesgleichen heimsuchen würde. In einigen Gebieten wurden Seelenkuchen auch nachts außerhalb des Hauses als ein Geschenk an die Geister der Toten angeboten.

Um eine lange Geschichte abzukürzen: schließlich wurden die vermummten Seelesammler zu Kindern in gruseligen Kostümen und die Seelenkuchen wurden durch Süßigkeiten ersetzt.

Und warum stellen wir Kürbisse auf?
Obwohl ein Halloween-Kürbis in der Regel “Jack O’Lantern” genannt wird, war Jack ursprünglich gar kein Kürbis. Jack war ein irischer Mann namens “Stingy Jack”. Er war ein elender, fauler Bauer, der alle, auch den Teufel, austrickste. Die Legende erzählt, dass Stingy Jack auf einen Apfelbaum kletterte, und als der Teufel auch hinauf kletterte, um einen der Äpfel zu pflücken, sprang Jack hinunter und ritzte Kreuze in den Stamm des Baumes. Nun konnte der Teufel natürlich den Baum nicht mehr verlassen. Sie kamen zu einer Einigung: wenn der Teufel ihm seine Seele nach seinem Tod lassen würde, würde ihn Jack vom Baum lassen.
Einige Jahre später starb Jack an Altersschwäche, aber er konnte nicht in den Himmel aufsteigen, weil er so grausam in seinem Leben gewesen war, aber in die Hölle konnte er auch nicht hinabgehen, da der Teufel sein Versprechen hielt, ihm nicht seine Seele zu nehmen. Jetzt hatte Jack Angst, er hatte keine Ort, wo er hingehen konnte, sondern musste ewig in der Dunkelheit zwischen Himmel und Hölle wandern. Er wollte den Ort verlassen und so gab ihm der Teufel eine Glut der Flammen der Hölle ab, damit er seinen Weg beleuchten konnte. Jack legte die Glut in eine ausgehöhlte Rübe und irrt seitdem mit seinem „Jack O’Lantern” umher.

An „All Hallows Eve“ höhlten also die Iren Rüben aus und plazierten ein Licht im Inneren, um die bösen Geister wie Jack Stingy fern zu halten, aber als die Immigranten in den USA angekommen waren, entdeckten sie, dass Kürbisse viel größer sind und leichter auszuhöhlen waren, als ihre Rüben.

Was uns betrifft, wir freuen uns darauf, unser Haus und unseren Garten zu schmücken, gruselige Fratzen in Kürbisse zu schnitzen, Haunted Houses (Spukhäuser) zu besuchen, Leckereien, wie z.B geröstete Kürbiskerne und Kürbiskuchen, herzustellen und uns auf das Trick or Treating und unsere alljährliche Halloween Party mit Freunden und Familie vorzubereiten. Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, dieses faszinierende Fest zu feiern und wenn Sie sich ein bischen umschauen, bin ich mir sicher, Sie werden dabei einige gute Ideen entdecken und vielleicht stecken Sie sich auch, wie wir, mit dem „Halloween-Virus“ an. Happy Halloween!

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